Ein Blick über den Tellerrand

2007

oder: eine Reise um die Ecke


Tradition ist laut "wikipedia" :

"...
die Weitergabe (das Tradere) von Handlungsmustern, Überzeugungen und Glaubensvorstellungen...oder das Weitergegebene selbst (das Traditum, z. B. Gepflogenheiten, Konventionen, Bräuche oder Sitten)...." und:
...
"Unter Tradition wird in der Regel die Überlieferung der Gesamtheit des Wissens, der Fähigkeiten sowie der Sitten und Gebräuche einer Kultur oder einer Gruppe verstanden. Tradition ist in dieser Hinsicht das kulturelle Erbe, das von einer Generation zur nächsten weitergegeben wird..."

Nun, wir (das sind Claudia Scheck und Diethard Ley)  hatten Urlaub
und wollten uns mal ein paar Tage erholen. Aber wo?

Ich erinnerte mich an einen Ausflug zur Burg Rheinfels am Rhein vor etlichen Jahren


Draus geworden ist eine super 3-Tage Reise !


Wer hätte gedacht das es auf den wenigen Kilometern zwischen Koblenz mit der Festung Ehrenbreitstein und Rüdesheim mit dem Niederwald-Denkmal über 34 Burgen und Festungen zu sehen gibt.
Nicht alle sind zu besichtigen, viele jedoch unglaublich beeindruckend.
 
Wir haben uns einige der Burgen genauer angesehen...


Burgen am Rhein 1. Tag
 


Begonnen haben wir mit der Marksburg.

Sie liegt Rechtsrheinisch an der B42.


Die Marksburg ist die einzige nie zerstörte Höhenburg am Rhein.

Vermutlich wurden die ersten Burganlagen bereits vor dem Jahr 1117 errichtet und
 im Verlauf der Jahre weiter ausgebaut.
 

Bei schönem Wetter ist der Anblick der Burg wie auf ein Märchenschloß.

Aber... wir sind doch Schützen... wo sind die Waffen?

Nun kein Problem: da gibt es eine Führung...

Diese Kannone wurde im unteren Bereich geladen, was aber recht ungenaue und gefährliche (für die Schützen) Ergebnisse brachte.

Diese Vorderlader waren denn doch sicherer und genauer.

Es galt von den Schiffen auf dem Rhein einen Zoll zu erheben....

Daher auch die tolle Aussicht (die Aussicht haben alle Burgen an diesem Teil des Rheins.. )


Was mag das nur sein? Ratet doch mal und nennt  Lösungsideen im Gästebuch.

Kleiner Tip: so was haben wir heute noch.

Weiter geht es mit einigen Bildern aus der Burg selber, das was man so vermutet:

Ein Keuschheitsgürtel hängt an der Wand.
Ich bin Überzeugt diese Gürtel waren wohl eher zum (eigen-) Schutz der Trägerin vor Vergewaltigung gedacht, denn als "Treue-sicherungs-mittel" des Burgherren.
Material und Bauweise hätten bei längerer Tragedauer durch Hygieneprobleme und Rost am Gürtel  zu schwersten Entzündungen und Blutvergiftungen geführt.
Das Burgfräulein wäre nach der Rückkehr des Burgherren zwar treu gewesen  aber auch tot.

Dieses nette Teil ist da in seiner Funktion schon eindeutiger.
In die unteren beiden Löcher wurden die Füße verschlossen, in die oberen beiden Löcher kamen die Hände.

Um die unterschiedlichen Breiten der Handgelenke auszugleichen sind die Lochränder mit Nägeln versehen.
(schlecht für Männer mit kräftigen Unterarmen)


Eine Hals-Arm-Fessel.  
Sie diente zur demütigenden Zurschaustellung.
Der Verurteilte wurde mit angelegter Fessel öffentlich vorgeführt.
Weiter mit Burg Rheinfels